Keine Zeit zum Meditieren

Veröffentlicht am Tuesday, 9/6/2015  -  Wir werden den ganzen Tag mit Informationen überflutet. Werbung, Emails, Facebook-Messages und Status-Updates, RSS-Feeds, Tweets, Instagram Notifications. Wenn wir meditieren, treffen wir die bewusste Entscheidung, uns für einen kurzen Moment zurückzuziehen, um unserem Geist Erholungszeit zu gönnen.

Staubsaugen für die Birne

Meditation ist was für Alle - egal ob wir spirituell arbeiten oder nicht. Wenn wir meditieren, treffen wir die bewusste Entscheidung, uns für einen kurzen Moment zurückzuziehen, um unserem Geist Erholungszeit zu gönnen. Wenn wir uns schmutzig fühlen, die Wohnung unordentlich ist, oder wir den ganzen Tag in derselben Hose sitzend verbracht haben, dann gehen wir auch duschen, machen Sauber und wechseln unsere Kleidung. Unser Geist ist keine Ausnahme, was das Ansammeln von Schmutz anbelangt und Meditation ist eine super Methode, um etwas dagegen zu machen.

Wir werden den ganzen Tag mit Informationen überflutet. Werbung, Emails, Facebook-Messages und Status-Updates, RSS-Feeds, Tweets, Instagram Notifications, Zeitungsartikel und Menschen die wissen wollen, ob wir denn dieses und jenes gehört hätten. All diese Informationen hängen sich in unserem aktiven Bewusstsein fest und warten darauf, dass unser Geist sie weiter verarbeitet. Im Regelfall passiert das im Schlaf - mehr oder weniger zumindest. Viele schlafen nämlich nicht bei optimalen Bedingungen. Elektronik, Lichter und Geräusche werden von unserem Geist auch im Schlaf wahrgenommen und verlangsamen oft das Verarbeiten von Informationen und so bleibt viel unverarbeitet hängen.

Die Goldfisch-Offenbarung

Man hört heute öfters, dass wir immer weniger Zeit haben. Natürlich hat sich der Fluss der Zeit nicht verändert, wir arbeiten nicht unbedingt mehr oder weniger als wir es vor 25 Jahren getan haben, aber unsere Aufmerksamkeit hat sich drastisch verändert. Die menschliche Aufmerksamkeitsspanne war lange Zeit mit 12 Sekunden angeschrieben. Tatsächlich hat sich Diese dank Social Media auf 8 Sekunden verkürzt. Damit haben wir sogar Goldfische, die mit einer Aufmerksamkeitsspanne von 9 Sekunden glänzen, unterboten. Was also heute nachweislich anders ist, ist die Menge an Aufmerksamkeit, die wir vergeben können. Die Idee der Meditation kommt daher für Manche fast als Beleidigung daher. “Wann soll ich denn das noch machen?"

Der richtige Ansatz

Es gibt Meditationsmethoden wie Sand am Meer. Aktuell findet man jedoch überall Formen der Vipassana-Meditation. Sie eignet sich in einer leicht angepassten Form wunderbar für Personen die wenig Aufmerksamkeit aufbringen können. Alles was man aufbringen sollte, sind 10 Minuten pro Tag, in denen man der Zeit beim Vergehen zusieht. Das Gute an diesem Ansatz ist, dass sie den Praktizierenden Achtsamkeit am eigenen Leib erleben lässt. So geht es nach einiger Zeit weniger um den Akt der Meditation selbst, als um das Achtsame Verweilen im Moment.

Ressourcen

Ich kann für Einsteiger und Rückkehrer Headspace empfehlen. Dabei handelt es sich um eine Web- / Smartphone-App, die mit geführten Meditationen von Andy Puddicombe die Vipassana-Methode beibringen. Es gibt aber mehr, als nur Headspace. Auf YouTube ist Mojo Di für ihre Meditationen und Phantasiereisen bekannt.




Referenzen